Hüftimplantat: Laserschmelzen ermöglicht auch bionische Strukturen für die Implantattechnik. So können Implantate mit makroporösen Oberflächenstrukturen aufgebaut werden. Dabei werden zelluläre Strukturen in das Bauteil integriert, die das Einwachsen ins Knochengewebe unterstützen Bild: Fraunhofer IWU
Concept Laser erweitert sein Angebotsspektrum um ein Einstiegsmodell im Kleinformat mit dem Suffix „R" für Titananwendungen. Die neue Mlab Cusing R wurde zur wirtschaftlichen Herstellung von filigranen Dentalprodukten und Medizinalimplantaten sowie für medizintechnische Instrumente aus Titan entwickelt.
Hüftimplantat: Laserschmelzen ermöglicht auch bionische Strukturen für die Implantattechnik. So können Implantate mit makroporösen Oberflächenstrukturen aufgebaut werden. Dabei werden zelluläre Strukturen in das Bauteil integriert, die das Einwachsen ins Knochengewebe unterstützen Bild: Fraunhofer IWU
Generative Fertigung auf Titananwendungen erweitert

Laserschmelzen in der Dental- und Medizintechnik

Dentalanwendung aus Rematitan CL von Dentaurum. Hervorstechend ist die hohe Materialdichte, die für die hohen mechanischen Beanspruchungen bei Dentalanwendungen Vorteile gegenüber konventionellen Gießteilen bietet Bild: Concept Laser
Dentalanwendung aus Rematitan CL von Dentaurum. Hervorstechend ist die hohe Materialdichte, die für die hohen mechanischen Beanspruchungen bei Dentalanwendungen Vorteile gegenüber konventionellen Gießteilen bietet Bild: Concept Laser
Bauteile (Fasszangen) auf einer Bauplatte (90 x 90 mm), Bestandteile eines chirurgischen Instruments Bild: Concept Laser
Bauteile (Fasszangen) auf einer Bauplatte (90 x 90 mm), Bestandteile eines chirurgischen Instruments Bild: Concept Laser
Der Clou der Mlab Cusing R ist das „Schubladen-Prinzip
Der Clou der Mlab Cusing R ist das „Schubladen-Prinzip" mit einem so genannten Gloveboxwagen zur sicheren Handhabung des Materials. Es ermöglicht einen schnellen Materialwechsel ohne das Risiko der Kontaminierung von Pulverwerkstoffen Bild: Concept Laser

Die Kleinanlagen der Mlab Cusing-Familie bieten Anwendern den Einstieg in die „Fliegengewichtsklasse" des Laserschmelzens mit Metallen. Die neue Mlab Cusing R erweitert jetzt das bisherige Materialspektrum auch auf Titan und Titanlegierungen. Clou der Anlage ist das „Schubladen-Prinzip" mit einem so genannten Gloveboxwagen zur sicheren Handhabung des Materials. Dies ermöglicht einen schnellen Materialwechsel ohne das Risiko der Kontaminierung von Pulverwerkstoffen.

Qualität ohne Kompromisse

Das generative Verfahren leistet einen wesentlichen Beitrag zur Qualitätsverbesserung. Lunker, Ausschuss und hoher Nacharbeitsaufwand, wie sie beim Gießverfahren auftreten können, gehören der Vergangenheit an. Die Mlab Cusing vereint Geometriefreiheit, Qualität und erhöhte Materialdichte. Im Gegensatz zum klassischen Gießverfahren kann der vollautomatische, generative Fertigungsprozess jederzeit, auch nachts, ablaufen. So kann der Auftrag schon am nächsten Tag an den Kunden ausgeliefert werden.

Das Konzept der Mlab Cusing R eignet sich zur Herstellung von Bauteilen mit filigranen Strukturen aus Titan. Es bietet perfekte Optik und Strukturen, wenn es auf hohe Oberflächenqualität und feinste Bauteilstrukturen ankommt. Die Anlage bietet äußerst kompakte Abmessungen mit 705 x 1848 x 1220 mm (BxHxT) bei einem Gewicht von 500 kg. Der robuste und leistungsfähige Faserlaser mit 100 W arbeitet mit einem Fokusdurchmesser von weniger als 25 µm, um höchste Oberflächenqualitäten und filigrane Bauteilstrukturen abzubilden.

Die Maschine ist ein Material-Allrounder. Universell beim Materialeinsatz bedeutet: Gold, Silberlegierungen, Bronze, Kobalt-Chrom-Legierungen und Edelstahl wie bisher. Neu auf der Anlage verarbeitbare Materialien sind nun auch Titan und Titanlegierungen wie z. B. Rematitan CL von Dentaurum, CL41TI ELI (Ti6Al4V) und Reintitan.

Bionik inklusive

Hervorstechend ist die hohe Materialdichte, die für die extremen mechanischen Beanspruchungen bei Dentalanwendungen Vorteile gegenüber konventionellen Gießteilen bietet. Laserschmelzen ermöglicht aber auch bionische Strukturen für die Implantattechnik. So können Implantate mit poröser Struktur aufgebaut werden. Dabei werden zelluläre Strukturen in das Bauteil integriert, die das Einwachsen ins Knochengewebe unterstützen. Derartige makroporöse Oberflächenstrukturen zur Verbesserung des Einwachsens ins Knochengewebe können beispielsweise für Hüftimplantate zur Anwendung kommen.

In diesem Anwendungsgebiet kann auf spezifische, geometrische Besonderheiten Rücksicht genommen werden, um neue Funktionen oder Funktionsintegration zu ermöglichen. Je nach Anforderung kann die Volumenstruktur des Implantats des Knochengewebes angepasst werden, um eine langlebige Funktion zu gewährleisten. Für größere Bauteile stehen natürlich auch größere Anlagenkonzepte, wie die M2 Cusing von Concept Laser zur Verfügung.

Wertschöpfungspotenzial erhöhen

Wer jetzt von der konventionellen Gieß- oder Fräsfertigung von Dental- oder Medizinalimplantaten sowie filigranen medizintechnischen Bauteilen oder Instrumenten, umsteigen möchte, dem eröffnet die Mlab Cusing neue Optionen in der Kalkulation und im Auftragsdurchlauf. Das generativ gefertigte Bauteil muss nur noch von der Bauplatte abgetrennt, die Stützgeometrie entfernt und nachgearbeitet werden.

Nachrüstung ist möglich

Die im Markt befindlichen Mlab Cusing-Anlagen können nachgerüstet werden. Die Umrüstung erfolgt beim Kunden vor Ort. Der Servicetechniker bringt das Umrüst-Paket zum Kunden und baut die Anlage auf den Level „R" um. Im Anschluss führt der Servicetechniker noch eine Bedienerschulung durch, da das Handling von reaktivem Material, wie Titan, besonderen Sicherheitsstandards in der Bedienung bedarf.

Die mit dem Laserschmelzverfahren gefertigten Produkte entsprechen den Anforderungen nach dem Medizinalproduktegesetz (MPG) (DIN EN ISO 9693 / DIN EN ISO 22674).

Concept Laser GmbH www.concept-laser.de

12.02.2013


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