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VDW: Produktion legt 2011 um ein Drittel zu

Maschinennachfrage beruhigt sich

Umsatzentwicklung der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie laut VDW
Umsatzentwicklung der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie laut VDW

Nach dem Turboaufschwung der vergangenen Monate steuert die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie wieder in ruhigeres Fahrwasser. Laut Branchenverband VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) ist der Auftragseingang im dritten Quartal 2011 um 29 Prozent gestiegen. Die Inlandsbestellungen nahmen um 33 Prozent zu, die Auslandsorders um 27 Prozent. Insgesamt hat die Nachfrage in den ersten neun Monaten 2011 um 74 Prozent angezogen. Inländische Kunden fragten 71 Prozent, ausländische Abnehmer 76 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum nach.

Das amtliche Produktionsergebnis für die deutsche Werkzeugmaschinenindustrie stieg nach vorläufiger Ermittlung in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres um 36 Prozent. „Wir werden im Gesamtjahr voraussichtlich noch besser abschneiden als bisher erwartet", erläutert VDW-Geschäftsführer Dr. Wilfried Schäfer. Der VDW rechne nunmehr für 2011 mit einem Produktionszuwachs von einem Drittel.

„Der Bestellzuwachs für das laufende Jahr ist nach wie vor herausragend", so Schäfer. Dennoch gehe die Wachstumsdynamik im Quartalsvergleich langsam zurück. Nach monatelangen zwei- bis dreistelligen Zuwächsen seien Normalisierungstendenzen absehbar gewesen.Die gute Auftragslage hat die Kapazitätsauslastung nochmals nach oben getrieben. Mit zuletzt 95,5 Prozent im Oktober dieses Jahres arbeiten die Firmen nahe an der Vollauslastung. Der Vergleich zum vergangenen Jahr, als die Kapazitätsauslastung im Durchschnitt bei 75,4 Prozent lag, macht die Herausforderung für die Branche deutlich. Die Beschäftigung lag mit 66 865 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen im September dieses Jahres 4,4 Prozent über Vorjahr.

Angesichts anhaltender Unsicherheiten auf den Finanzmärkten und durch die Euro-Schuldenkrise haben sich die Erwartungen der Unternehmen für die kommenden Monate jedoch flächendeckend eingetrübt. „Diese exogenen Einflüsse überlagern die normale zyklische Nachfrageentwicklung", berichtet Schäfer. Jedoch werden die Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung in den Firmen stark von deren Angebots- und Kundenstruktur abhängen. Insbesondere bei Anbietern von Sondermaschinen und im Projektgeschäft mit langen Durchlaufzeiten wirke sich der hohe Auftragsbestand von zuletzt fast zehn Monaten und der anhaltende Investitionsbedarf in der Automobilindustrie und bei ihren Systemzulieferern bzw. in der Energiewirtschaft und im Flugzeugbau stabilisierend aus.

23.11.2011


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