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Beim schwedischen Zulieferer Vici AB ist jetzt die zweite MFZ 6-3W zur Bearbeitung von Kipphebeln im Einsatz
Der schwedische Zulieferbetrieb Vici AB ist auf die Fertigung von Motorkomponenten spezialisiert. Zur 5-Seiten-Komplettbearbeitung von Auslasskipphebeln für Lkw-Motoren arbeitet jetzt bereits die zweite MFZ 6-3W von Samag am Firmensitz in Skövde.
Beim schwedischen Zulieferer Vici AB ist jetzt die zweite MFZ 6-3W zur Bearbeitung von Kipphebeln im Einsatz
Schwedischer Zulieferer nimmt zweites dreispindliges BAZ in Betrieb

Drei Spindeln für fünf Seiten

Drei separat angetriebene NC-Teiltische fungieren als vertikale B-Achsen
Drei separat angetriebene NC-Teiltische fungieren als vertikale B-Achsen

Kipphebel stellen das richtige Ventilspiel an jedem Zylinder sicher, damit große Trucks ihre tonnenschweren Lasten mit optimal eingestelltem Motor sicher und schonend über die Straßen der Welt transportieren können. Bei Vici werden die Auslasskipphebel von fünf Seiten komplett bearbeitet. Die dreispindlige MFZ 6-3W hat für sechs Werkstücke in einer Aufspannung höchstens 288 Sekunden Zeit. In diesem Intervall werden Bohrungen und Seitenbearbeitungen ausgeführt. Nachdem im letzten Jahr eine der ersten Maschinen der neuen Baureihe aus Saalfeld nach Schweden ausgeliefert wurde, ist das zweite, baugleiche Bearbeitungszentrum in diesem Jahr hinzugekommen.

Um die geschmiedeten Kipphebel zu bearbeiten, wurden die MFZ mit Werkzeugaufnahmen in HSK-A100 ausgestattet. Das Werkzeugmagazin besteht aus 3 x 30 Plätzen für bis zu 16 kg schwere Werkzeuge, die automatisch nach dem Pick-up-System gewechselt werden.

Die gesamte Anschlussleistung der Maschine wurde von 120 auf 140 kW erhöht

Für die schweren Werkzeuge setzt Samag Motorspindeln in einer verstärkten Ausführung ein, die im S1-Betrieb 40 kW leisten. Die gesamte Anschlussleistung der Maschine wurde von 120 auf 140 kW erhöht. In dieser Ausführung erreicht die MFZ ein Drehmoment von maximal 345 Nm, im Dauerbetrieb (S1) 300 Nm. Die Nenndrehzahl liegt bei 1280 Umdrehungen pro Minute. Zusätzlich zur Leistung ist auch die Positioniergenauigkeit der beiden Werkstückträgerachsen erhöht worden. Sie stieg von 10 auf ± 6 Winkelsekunden. Eine Überarbeitung der Baureihe brachte dazu schnellere Achsbewegungen, etwa bei der Schwenkachse, die die Werkstückträger in 1,8 Sekunden zwischen dem Belade- und dem Bearbeitungsraum transportiert. Auf dem Standard-Werkstückträger in Form von zwei A-Achsen ist in der ersten Aufspannung eine Spannbrücke mit sechs Vorrichtungsplätzen angebracht. In der zweiten Aufspannung komplettiert die optionale B-Achse die A-Achse. Diese B-Achse besteht aus drei NC-Teiltischen, auf denen jeweils zwei automatische Werkzeugspannvorrichtungen angebracht sind. Jeder Teiltisch ist mit einem eigenen Servomotor und Schneckengetriebe ausgestattet und wird einzeln angesteuert, was die Justage vereinfacht und so ebenfalls zur Präzision beiträgt.

Hydraulischer Gewichtsausgleich mit zwei Zylindern zur Kompensation

Gerade bei schwerer Zerspanung zeigt sich der konstruktive Vorteil der horizontalen Spindelrichtung: Da sich der Weg der Spindeln unter Last verändert, fällt diese Veränderung bei der größeren Länge von vertikalen Spindeln gravierender aus als bei den kürzeren horizontalen. Die Y-Achse trägt die X- und die Z-Achse, die für die horizontale Vorschubbewegung der Spindeln verantwortlich sind, und positioniert sie vertikal. Ein hydraulischer Gewichtsausgleich mit zwei Zylindern kompensiert das Eigengewicht dieser Achseinheit beim Verfahren.

Saalfelder Werkzeugmaschinen GmbH www.samag.de

20.02.2012


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