- Mit der sogenannten Hybridspindel hat Weiss eine neue Spindelbaureihe für vertikale Werkzeugmaschinen entwickelt. Das Bauteil soll eine wirtschaftliche Alternative zu indirekten Spindelantriebslösungen darstellen, wie sie beispielsweise in der Fertigung von Consumerelektronikkomponenten in Asien in großer Zahl eingesetzt werden.
Wirtschaftlicher Spindelantrieb
Der wichtigste Unterschied zu gängigen Motorspindeln liegt in der Integration eines standardisierten Hauptspindelantriebsmotors der Konzernmutter Siemens. Diesen ergänzt Weiss mit spindelspezifischen Bauteilen, so dass eine vollfunktionsfähige Motorspindel resultiert. Diese bietet im Vergleich zu indirekt angetriebenen Spindellösungen eine höhere Drehsteifigkeit und Bearbeitungsgenauigkeit.
Die Hybridspindeln gibt es in zwei Varianten. Die Baugröße 80 mit Werkzeugschnittstelle SK30 verfügt über eine Leistung von bis zu 11,5 kW, erreicht Drehmomente bis zu 21 Nm und Drehzahlen bis 24 000 min-1. Die Baugröße 100 mit Werkzeugschnittstelle SK40 leistet bis zu 18,5 kW, erreicht Drehmomente bis 53 Nm und Drehzahlen bis 18 000 min-1. Die Vorteile der neuen Baureihe gegenüber indirekten Spindelantriebslösungen sind vielfältig: Maschinenhersteller profitieren von den deutlich kompakteren Abmaßen. Für Endanwender sind vor allem die höheren Drehzahlen bei verbesserter Drehsteifigkeit und Schwingungsgüte entscheidend. Außerdem benötigen die direktgetriebenen Hybrid-Spindeln weniger Wartungsaufwand als ihre „indirekte" Konkurrenz, weil mechanische Übertragungselemente wie Riemen oder Kupplungen entfallen.
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