CNC-Mehrspindler fertigen komplexe Automobilteile
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- Komplexe Teile in mittleren und hohen Stückzahlen, das ist das Tagesgeschäft
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- Hübsch anzusehen, aber in Sachen Präzision und Stückzeit eine echte Herausforderung
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- Vollautomatisierte Be- und Entladung an allen 11 CNC-Mehrspindlern
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- Gute Zusammenarbeit, die beiden Partnern nützt: Michael Czudaj Leiter Verkauf Inland und Österreich, Angelos Tanios, Leiter Prozessoptimierung bei msr Technologies und Hans-Joachim Stumpf Index Gebietsleiter im Gespräch
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- Unscheinbare Teile, die es in sich haben, ...
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- Robert Stöhr, Geschäftsführer msr Technologies: „Mit den CNC-gesteuerten Index-Mehrspindlern haben wir die idealen Maschinen gefunden, die es uns erlauben, komplexe Teile hochpräzise und wirtschaftlich zu produzieren"
Die automobile Landschaft verändert sich. Doch während das mediale Interesse sich vor allem auf Elektro- und Hybridfahrzeuge konzentriert, ist für das Tagesgeschäft der Automobilzulieferer der Trend zu kleineren hochaufgeladenen Motoren wesentlich wichtiger. Auch der Untersulmetinger Zerspanungsspezialist „msr Technologies" (ehemals Lindenmaier) will von dieser Entwicklung profitieren. Eine zentrale Rolle spielen dabei CNC-Mehrspindler von Index.
Insgesamt werden bei msr Technologies etwa 70 % aller Teile auf Drehmaschinen gefertigt. Dafür sind neben einer großen Anzahl von Einspindlern auch 11 Index CNC-Mehrspindler der Typen MS32 und MS52 im Dauereinsatz. Und die Spezialisten von msr sind pausenlos bemüht, die Prozesse auf den Maschinen weiter zu verbessern und noch effizienter zu gestalten.
Eigenes Know-how als Schlüssel für den wirtschaftlichen Erfolg
Genau das ist Teil der Strategie des Unternehmens, wie Geschäftsführer Robert Stöhr erläutert: „Wenn wir hier am Standort erfolgreich sein wollen, müssen wir uns vom Wettbewerb differenzieren. Und das bedeutet für uns, dass wir den Prozess nicht vom Maschinenhersteller machen lassen, sondern genau hier unser spezielles Know-how einbringen."
Auf diese Weise entstanden bei msr hochproduktive Fertigungslösungen, die ihresgleichen suchen. Und es entstand ein intensiver Austausch mit dem Maschinenlieferanten Index. Gerade weil msr als Kunde so anspruchsvoll ist und über profundes Fertigungswissen verfügt, profitieren beide Unternehmen von der Zusammenarbeit. Michael Czudaj, der als Index-Leiter Verkauf Inland und Österreich das Unternehmen schon lange kennt, erklärt warum: „Als Maschinenhersteller haben wir aufgrund der vielen unterschiedlichen Kunden und Projekte Prozess-Know-how in großer Breite. Das Unternehmen msr verfügt dagegen über unglaubliches Know how in der Tiefe. Dies nutzen die Spezialisten bei msr, um unsere Mehrspindler bis an die Grenze des Machbaren zu fordern. Teile, die hier auf unseren MS32- und MS52-Maschinen gefertigt werden, werden bei anderen Zulieferern oft auf Einspindlern produziert. Wir können die Erfahrungen, die msr macht, nutzen, um unsere Mehrspindler noch weiter zu verbessern."
Die Wertschöpfung muss im Teil stecken
Robert Stöhr erläutert, warum die Teile, die die msr fertigt, es in sich haben: „Wir produzieren Hydrauliksteuerventile, Common Rail-Einspritzgehäuse, Turboladerteile und ähnliche Komponenten in mittleren und großen Stückzahlen. Alle Teile, die wir fertigen, müssen eine hohe Wertschöpfung erfordern, damit wir wirtschaftlich arbeiten. Die Kombination aus Komplexität und Präzision legt eigentlich den Einspindler nahe. Die hohen Stückzahlen passen allerdings gut zum CNC-Mehrspindler. Hier haben wir mit den Index-Mehrspindlern die idealen Maschinen gefunden, die es uns erlauben, komplexe Teile hochpräzise und wirtschaftlich zu produzieren."
Toleranzen von wenigen µm
Solche Teile sind zum Beispiel die Hydrauliksteuerventile, die msr Technologies für mehrere große Automobilhersteller fertigt. In einem Sechs-Gang-Getriebe kommen sie etwa 8 – 9 Mal vor. Entsprechend hoch sind die erforderlichen Stückzahlen, entsprechend kurz sind natürlich auch die Taktzeiten. Die quaderförmigen Teile werden von der Stange gefertigt, sie müssen geräumt, quergebohrt, gerieben und auf der Maschine entgratet werden und das Ganze bei einem Takt von unter 10 Sekunden. Bohrungen mit 6 mm Durchmesser sind auf 9 µm toleriert. Wer diese Werte hört, wird kaum vermuten, dass die Teile auf dem Mehrspindler prozesssicher gefertigt werden können. Doch msr Technologies hat es inzwischen sogar geschafft, die Nachbearbeitung Honen durch den Reibvorgang auf dem Mehrspindler zu ersetzen. Dass dies die Wirtschaftlichkeit des Gesamtprozesses deutlich erhöht, versteht sich von selbst.
Bei Bauteilen für Turbolader erreichen die Untersulmetinger sogar Toleranzen von 5 µm Planparallelität im Lagerbereich bei einer Stückzeit von 8,5 Sekunden – und das auf dem Mehrspindler.
Chrom-Nickel-Teile auf dem Mehrspindler
Nicht alle Turboladerteile sind Werkzeug bedingt auf dem Mehrspindler sinnvoll herstellbar. Wenn es um hoch-temperatur belastete Komponenten aus Chrom-Nickel-Legierungen geht, stößt der Einsatz des Mehrspindlers an eine Grenze. Aber nicht weil sich diese Werkstoffe nicht auf dem CNC-Mehrspindler bearbeiten lassen, sondern weil die Werkzeugstandzeiten in diesen hochabrasiven Werkstoffen so gering sind, dass mehr Zeit für den Werkzeugwechsel benötigt würde als für die eigentliche Bearbeitung. So bleibt dann bei msr Technologies auch noch genug für die Einspindler zu tun, die in einer eigenen Halle stehen.
Verlagerung ist kein Thema
Mit ihrer Strategie, den gesamten Prozess bis ins letzte Detail zu optimieren und zu automatisieren, ist es bei msr Technologies gelungen, den Anteil der Lohnkosten am Endprodukt gering zu halten. Robert Stöhr erklärt: „Für unsere Maschinen, die im Drei-Schicht-Betrieb laufen, haben wir keine Bediener mehr, sondern nur noch sehr gut qualifizierte Einrichter. Ein Einrichter betreut etwa drei Maschinen. Die Teilezuführung erfolgt entweder per Roboter oder von der Stange. Die Teileentnahme automatisch mit dem Roboter." Wie erfolgreich das am Standort Untersulmetingen umgesetzte Konzept ist, lässt sich auch daran erkennen, dass Turboladerteile, die zwischenzeitlich in der Slovakei gefertigt wurden, wieder zurückverlagert wurden, da sie sich hier in höherer Qualität zu geringeren Kosten produzieren lassen.
msr TechnologiesGmbH www.msr-technologies.de
Index Werke GmbH & Co. KG www.index-werke.de
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- Index Mehrspindler MS52C
CNC-Mehrspindler
Index Mehrspindler verbinden die Vorteile der CNC-Technik mit den Vorteilen kurvengesteuerter Drehautomaten: Sie sind sowohl für die Serienfertigung einer breiten Palette von Präzisionsteilen als auch – wegen der enorm kurzen Rüstzeit – für kleinere Serien einsetzbar. Die Palette der bei msr Technologies eingesetzten Mehrspindler reicht von der MS32C, einem frontoffenen Mehrspindler mit 6 einzeln angetriebenen Motorspindeln mit C-Achsenfunktion und 12 unabhängig arbeitenden CNC-gesteuerten Werkzeugträgern bis hin zur MS52G. In dieser höchsten Ausbaustufe hat die Maschine 18 Werkzeugträger. Zusätzlich zu den 6 Hauptspindeln sind in einer schaltbaren Spindeltrommel 6 Spindeln für die komplette Rückseitenbearbeitung integriert. Die Gegenspindeln sind in Pinolen gelagert, die einzeln in Z-Richtung fluchtend zu den Arbeitsspindeln verfahren.
Lindenmaier wird zu msr Technologies
msr Technologies ist das Nachfolgeunternehmen des insolventen Automobilzulieferers Lindenmaier. Das neue Unternehmen ging am 1. Juni mit 240 Mitarbeitern an den Start. Anspruchsvolle Komponenten für die Automobilindustrie in hohen Stückzahlen werden auch in Zukunft das Kerngeschäft des Unternehmens sein. Geschäftsführer Robert Stöhr ist zuversichtlich, das junge Unternehmen schnell wieder auf die Erfolgsspur zu bringen: „Wir verfolgen ein klares Konzept. Alle Teile, die wir fertigen, müssen eine hohe Wertschöpfung haben. Gleichzeitig konzentrieren wir uns auf Bereiche mit hohem Wachstum wie zum Beispiel Turboladerteile. An diesem Wachstum wollen wir in Zukunft partizipieren."
