Login
Programmier- und Rüstzeiten der Werkzeugmaschinen spürbar gesenkt

Die Steuerung macht den Unterschied

Das Unternehmen ist schwerpunktmäßig im Bereich Zerspanen, sowie im schweren Stahlbau und in der Komplettmontage tätig
Die Schade Maschinenbau GmbH & Co. KG aus Wildeshausen setzt bei ihren Werkzeugmaschinen auf die TNC-Steuerungen von Heidenhain. Auch beim zuletzt erworbenen Fahrständerfräswerk PCR 150plus von Union sowie bei der Umrüstung gebrauchter Maschinen kommt die iTNC 530 und neueste Antriebstechnik von Heidenhain zum Einsatz.
Das Unternehmen ist schwerpunktmäßig im Bereich Zerspanen, sowie im schweren Stahlbau und in der Komplettmontage tätig
Das Unternehmen ist schwerpunktmäßig im Bereich Zerspanen, sowie im schweren Stahlbau und in der Komplettmontage tätig
Dirk Schade, Geschäftsführer, Jens Luthardt, Mitarbeiter, Dieter Bramkamp, Fertigungsleiter (v.li.n.re.)
Dirk Schade, Geschäftsführer, Jens Luthardt, Mitarbeiter, Dieter Bramkamp, Fertigungsleiter (v.li.n.re.)
Die Union PCR 150plus bestellte Schade beim Händler bereits mit einer Heidenhain-Steuerung
Die Union PCR 150plus bestellte Schade beim Händler bereits mit einer Heidenhain-Steuerung
Jens Luthardt, Schade-Mitarbeiter, bedient die bereits umgerüstete Wotan Rapid II
Jens Luthardt, Schade-Mitarbeiter, bedient die bereits umgerüstete Wotan Rapid II
Fräsen im schweren Stahlbau, das ist das Know-how von Schade Maschinenbau
Fräsen im schweren Stahlbau, das ist das Know-how von Schade Maschinenbau

Die Schade Maschinenbau GmbH & Co. KG aus Wildeshausen setzt bei ihren Werkzeugmaschinen auf die TNC-Steuerungen von Heidenhain. Auch beim zuletzt erworbenen Fahrständerfräswerk PCR 150plus von Union sowie bei der Umrüstung gebrauchter Maschinen kommt die iTNC 530 und neueste Antriebstechnik von Heidenhain zum Einsatz.

Die Umrüstung gewährleistet, dass auch Maschinen älteren Baujahrs den hohen Anforderungen an den heutigen hochpräzisen Schwermaschinenbau gewachsen sind. Weiterer Vorteil für die Firma Schade: Durch die einheitlichen Steuerungen ist jeder Mitarbeiter in der Lage, an allen Maschinen NC-Programme zu erstellen und zu arbeiten. Außerdem können alle Mitarbeiter auf einen zentralen Programm-Daten-Pool zugreifen.

Alte Steuerungen verursachen Ausfallzeiten

„In den vergangenen Jahren sind die Kosten, die uns durch die Wartung und immer häufigere Ausfälle der älteren Steuerungen unserer Werkzeugmaschinen entstanden sind, stark angestiegen. Deshalb wurde eine Modernisierung der Steuerungen notwendig", erinnert sich Dirk Schade, Geschäftsführer der Schade Maschinenbau GmbH. Das Unternehmen hat 40 Mitarbeiter und ist schwerpunktmäßig im Bereich Zerspanen, Bohren und Fräsen sowie im schweren Stahlbau und in der Komplettmontage tätig. Kunden sind internationale Unternehmen aus Luft- und Raumfahrt, aus dem Walzwerk- und Pressenbau, Windkraftanlagen, Schiffsantriebs- und Kompressenbau sowie aus der Automobil- und Baustoffindustrie.

Die Entscheidung, bei der Umrüstung der Maschinen auf die iTNC 530 von Heidenhain zu setzen, war das Ergebnis eines intensiven Informationsprozesses. „Als feststand, dass wir die Steuerungen unserer Werkzeugmaschinen modernisieren würden, habe ich mich bei Geschäftspartnern gezielt nach deren Erfahrungen erkundigt. In diesen Gesprächen wurden immer wieder das Bedienkonzept und der Funktionsumfang der Steuerungen gelobt und der gute Service von Heidenhain hervorgehoben. Insbesondere das Konzept des Gerätetauschs im Servicefall wurde hier erwähnt", berichtet Schade. Darüber hinaus sprach sich auch der Leiter der mechanischen Fertigung bei Schade, Dieter Bramkamp, für eine Umrüstung auf Heidenhain-Steuerungen aus. „Mein Sohn arbeitet bei einem Maschinenbauer, der bereits seit Jahren Heidenhain-Steuerungen einsetzt. Das Unternehmen arbeitet zwar mit Highspeed-Maschinen, während wir im Schwermaschinenbau tätig sind, aber die Programmierarbeiten an den Maschinen sind ähnlich. Wenn wir abends nach der Arbeit gefachsimpelt haben, war ich immer wieder überrascht, wie werkstattnah die Programmierung an den Heidenhain-Steuerungen ist und welche zusätzlichen Möglichkeiten sie bietet." Vor diesem Hintergrund empfahl Bramkamp – der selbst mehr als 30 Jahre lang ausschließlich mit Steuerungen eines anderen Herstellers gearbeitet hatte – der Geschäftsführung die Umrüstung der Werkzeugmaschinen auf Heidenhain-Steuerungen.

Tastaturbelegung der Steuerung nach Wunsch

So wurden seit 2007 ein CNC-Universalfräswerk Butler Elgamill HE 5000 und zwei CNC-Tischbohrwerke Wotan Rapid II mit der iTNC 530 ausgestattet. Im August 2009 folgte ein CNC-Tischbohrwerk Scharmann Ecocut 2, danach ein weiteres vom Typ Scharmann FB 160 Opticut. Darüber hinaus investierte Schade Maschinenbau in ein Fahrständerfräswerk PCR 150plus von Union, mit dem nun Bauteile bis zu 40 Tonnen in einer Aufspannung von fünf Seiten bearbeitet werden können. Diese neue Maschine wurde beim Hersteller direkt mit einer Heidenhain-Steuerung in Auftrag gegeben. „Der Repräsentant von Union hat nicht schlecht gestaunt, als wir ihm sogar die Tastaturbelegung für die Steuerung vorgegeben haben. Uns ist es einfach enorm wichtig, dass an allen Maschinen in dieser Hinsicht die gleichen Voraussetzungen gegeben sind, damit jeder Mitarbeiter an jeder Maschine arbeiten kann und sich die Mitarbeiter bei Fragestellungen gegenseitig unterstützen beziehungsweise voneinander lernen können", betont Schade. „ Aufgrund dieses Konzepts ist ausgeschlossen, dass ein Auftrag in der Spätschicht nicht weiterbearbeitet werden kann, weil ein Fehler aufgetreten ist und der Mitarbeiter sich in der vom Kollegen vorbereiteten Programmierung nicht zurechtfindet."

Nachdem die Entscheidung für die Heidenhain-Steuerungen gefallen war, nahm Geschäftsführer Dirk Schade Kontakt zu Heidenhain in Traunreut auf. Heidenhain empfiehlt generell, Retrofits nur von qualifizierten Maschinenumrüstern durchführen zu lassen und nennt Interessenten deshalb gerne entsprechende Anbieter aus der jeweiligen Region. „Mit den drei empfohlenen Umrüstern habe ich ein Vorgespräch geführt und mir anschließend von ihnen ein Angebot erstellen lassen. Entschieden haben wir uns dann für den Anbieter, der die meiste Erfahrung hatte, immerhin musste die Modernisierung ja im laufenden Betrieb erfolgen", erläutert Schade.

Umsetzung ohne Komplikationen

Im Vorfeld jeder Modernisierung erstellte Schade zusammen mit dem Anbieter einen detaillierten Ablaufplan. Die Umrüstung der Maschinen erfolgte jeweils während der Haupturlaubszeit. Gleichzeitig wurde eine zweite Schicht an einer anderen Maschine gefahren, um den Ausfall der betroffenen Maschine auszugleichen. Aufgrund dieser Planung und der sorgfältigen Anbieterauswahl konnten alle Maschinen in jeweils rund sechs Wochen ohne Komplikationen modernisiert werden. In dieser Zeit wurde nicht nur die alte, vorhandene Steuerung durch eine iTNC 530 von Heidenhain ersetzt, sondern auch Elektrik, Messtechnik und Antriebe ausgetauscht. Zusätzlich setzt Schade jetzt bei allen Werkzeugmaschinen das Heidenhain-Tastsystem TS 640 ein. Mit Hilfe dieses Tastsystems erkennt die Steuerung die Lage des Werkstückes in der Maschine und berücksichtigt diese bei der Errechnung der Position für Bohrungen und Zustellungen. Der Mitarbeiter ist deshalb nicht mehr gezwungen, das Werkstück millimetergenau auf dem Tisch auszurichten, was die Rüstzeit um rund 20 Prozent verkürzt. „Darüber hinaus erreichen wir durch den Retrofit unserer Maschinen speziell im Zirkularfräsbereich Toleranzverringerungen von H8- auf H7-Qualität", erläutert Fertigungsleiter Bramkamp.

Kurze Anlernphase

Nach der Umrüstung jeder Maschine wurden die Mitarbeiter vom Maschinenumrüster einige Tage in der Anwendung der neuen Steuerung geschult. Keyuser nahmen außerdem an einer fünftägigen Schulung bei Heidenhain in Traunreut teil. Die Schulungen sind konsequent am Arbeitsalltag in der Fertigung ausgerichtet, so dass die Teilnehmer alles, was sie gelernt haben, direkt im Alltag anwenden können. Bei Schade Maschinenbau werden die Programme für die Stückzahl eins, die hier gefertigt wird, direkt an der Maschine in der Klartextprogrammierung erstellt. Für Bearbeitungsmuster wie Bohrbilder nutzt der Maschinenbauer gerne die alternative Betriebsart „smarT-NC". Die grafische Simulation der Werkstückbearbeitung gibt dem Mitarbeiter eine zusätzliche Kontrollmöglichkeit und damit Sicherheit in der Anwendung. Die Programme werden von den Mitarbeitern über ein Netzwerk, in das alle CNC-Maschinen eingebunden sind, auf einem zentralen Server archiviert. So können sie auf bereits vorhandene Programme zugreifen und diese für ähnliche Aufträge schnell und einfach anpassen. Schade sagt: „Unsere Mitarbeiter waren von der ersten Minute an von der werkstattgerechten und vor allem einfachen und schnellen Bedienbarkeit der Heidenhain-Steuerung überzeugt." Die Programmierzeiten werden so durchgängig um 20 bis 30 Prozent reduziert. Zukünftig sollen bei Schade Maschinenbau darüber hinaus die technischen Voraussetzungen für eine direkte Übertragung von DXF-Dateien an die Steuerungen geschaffen werden.

Dr. Johannes Heidenhain GmbH www.heidenhain.de Metav Halle 16 Stand C 17

Die Ergebnisse im Überblick:

Durch die Umrüstung des Maschinenparks auf Heidenhain-Steuerungen iTNC 530 profitiert die Schade Maschinenbau GmbH von folgenden Vorteilen:

· Die Klartextprogrammierung der TNC-Steuerungen ist optimal für die bei Schade praktizierte Programmierung direkt an der Maschine ausgelegt.

· Die Programmierzeiten sind durch die einfache Bedienbarkeit der Steuerung und die vielen implementierten Programmzyklen um bis zu 30 % kürzer.

· Die Rüstzeiten verringerten sich durch den Einsatz der neuen Steuerungen mit Tastsystem um rund 20 %, die Bearbeitungszeit um rund 10 %.

· Schade bietet seinen Kunden seit der Modernisierung höhere Genauigkeiten, die Toleranzlagen der bearbeiteten Werkstücke stiegen von H8 auf H7.

· Wartungskosten und Ausfallzeiten der Steuerungen wurden auf ein Minimum reduziert.

· Ein durchdachter Ablaufplan verhinderte, dass das Produktionsvolumen durch die Umrüstung beeinträchtigt wurde.

Dieser Artikel stammt aus Community-Indicator


Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der Konradin Mediengruppe