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Software hilft bei der Optimierung von Zykluszeit und Energieverbrauch

Analysetools steigern Maschineneffizienz

Die Softwaretools MTX CTA und EGA stellen alle in der CNC und SPS programmierten Abläufe transparent dar
Zur Optimierung von Zykluszeiten und Energieverbrauch bei Werkzeugmaschinen hat Rexroth zwei neue Analysetools entwickelt. Diese sind in die Indramotion-MTX-Steuerung integriert, lassen sich aber auch remote einsetzen.
Die Softwaretools MTX CTA und EGA stellen alle in der CNC und SPS programmierten Abläufe transparent dar
Die Softwaretools MTX CTA und EGA stellen alle in der CNC und SPS programmierten Abläufe transparent dar

Zur Optimierung von Zykluszeiten und Energieverbrauch bei Werkzeugmaschinen hat Rexroth zwei neue Analysetools entwickelt. Diese sind in die Indramotion-MTX-Steuerung integriert, lassen sich aber auch remote einsetzen.

Mit Hilfe von Indramotion MTX CTA (Cycle Time Analyzer) und EGA (Energy Analyzer) können Maschinenhersteller und Anwender im realen Betrieb die Bewegungszeiten und den Energieverbrauch jedes NC-Satzes online messen. Die tabellarisch und grafisch aufbereiteten Messergebnisse geben Entwicklern erstmals fundierte Daten an die Hand, um die Programmierung zu optimieren und eine Erfolgskontrolle durchzuführen.

Zykluszeiten und Energieverbrauch bilden die beiden wichtigsten Hebel, die Total Cost of Ownership von Werkzeugmaschinen deutlich zu senken. Dabei erreichen die Dynamiken von aktuellen Servomotoren bereits heute Werte, die nur noch geringe Verbesserungen in der Zykluszeit zulassen. Ein weitaus größeres Potenzial zur Taktzeitreduzierung bietet die transparente Darstellung aller in der SPS und CNC programmierten Abläufe. Die Effizienzsteigerung wirkt sowohl bei der Maschinenoptimierung des Maschinenbauers als auch bei der Maschinenüberwachung im Produktionsbetrieb.

Zur Optimierung auf Systemebene misst die Software online in Millisekunden die Bewegungsdauer sowie den Energieverbrauch für jeden NC-Satz im realen Betrieb. Die tabellarische und grafische Aufbereitung dieser Messungen zeigt Potenziale für eine optimierte Bewegungsführung auf – beispielsweise unnötige Beschleunigungs- und Verzögerungsvorgänge, die beim rechtwinkligen Anfahren einer Position entstehen. Durch das Nutzen von Splines und verschleifenden Bewegungen können Programmierer die Bewegung in einem solchen Fall gleichmäßiger führen und damit den Energieverbrauch bei teilweise kürzeren Bewegungszeiten senken. Eine Referenzfunktion dient als Erfolgskontrolle und zeigt direkt die erzielten Einsparungen an.

Zusätzlich hilft die Verbrauchsmessung, die Dimensionierung aller Achsen zu überprüfen. Erste Ergebnisse bei der Analyse von Serienmaschinen zeigen, dass bei zahlreichen Achsen größere Antriebe als nötig zum Einsatz kommen. Die optimale Auslegung der Antriebsleistung auf das tatsächlich notwendige Niveau senkt die Herstellkosten ohne Leistungsverluste der Maschine.

Auch die Hilfsaggregate für die Hydraulik- oder Kühlschmiermittelversorgung berücksichtigt das Analysetool. Damit gibt die Software einen kompletten Überblick über den Energieverbrauch der Maschine und schlüsselt ihn auf jeden einzelnen Aktor und jeden Prozessschritt auf.

Die erfassten Daten geben dem Maschinenhersteller wichtige Hinweise für konstruktive Verbesserungen und dem Maschinennutzer Hinweise für einen energieoptimalen Betrieb. Der Rexroth-Service unterstützt bei der detaillierten Analyse der Daten und hilft auf Wunsch bei der Anlagenoptimierung.

Darüber hinaus verbessert die kontinuierliche Verbrauchsüberwachung auch die vorbeugende Wartung. Als Condition-Monitoring-Instrument erkennt die Software ansteigenden Stromverbrauch als Zeichen für Verschleiß und warnt den Bediener, bevor es zu einem Maschinenstillstand kommt.

Bosch Rexroth AG www.boschrexroth.com

Dieser Artikel stammt aus Community-Indicator


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