- Mit Sinumerik Integrate bietet die Siemens-Division Drive Technologies ein umfassendes Angebot, Werkzeugmaschinen in Kommunikations-, Engineering- und Produktionsprozesse der spanabhebenden Fertigung einzubinden. Auch die Maschinenintegration in komplexe PLM-Abläufe (Production Lifecycle Management) und in die bestehende Unternehmens-IT ist schnell und einfach realisierbar.
Komplettpaket für die Maschinenintegration
Durch die IT-Integration der Fertigungsprozesse sind der Fertigungsleiter, der Bediener an der Anlage, der Programmierer in der Arbeitsvorbereitung, der Instandhalter und der Maschinenbauer miteinander vernetzt und über definierte Prozesse in das Gesamtsystem integriert. Sinumerik Integrate bündelt dabei IT-nahe Funktionen in einer einheitlichen Prozess-Suite. Dafür stehen sechs Module zur Verfügung, die alle Aspekte der Maschinenintegration abdecken.
Unter dem Modul „Create-it!" werden die Lösungen zur Erstellung und Konfiguration von anwenderspezifischen Funktionen in die Bedien- und Programmieroberfläche Sinumerik Operate gebündelt. Auch die Programmierung von Schnittstellen zur WZM und zu einem Unternehmens-Server ist Teil dieses Moduls. Es werden beispielsweise umfangreiche Funktionsbibliotheken angeboten mit der Möglichkeit, PLC-, NC- und HMI-Funktionen netzwerkweit zu nutzen.
Der Schutz von technologischem Fertigungs-Know-how in der WZM vor unberechtigtem Zugriff wird über das Modul „Lock-it!" geschützt. Beispiele sind ein Kopierschutz oder die sichere Verwahrung von Anwenderdaten mittels verschlüsselter Zyklen.
Das Modul „Run-it!" beinhaltet das gesamte Runtime-System zur Ausführung von individuellen Bildschirmoberflächen und von eigenen Compile-Zyklen auf dem NC-Kern. Auch die Steuerung der Antriebe sowie der Ablauf des virtuellen NC-Kerns (VNCK) gehören dazu.
„Manage-it!" dient der Organisation und Verwaltung von NC-Programmen und Werkzeugen. Es umfasst die Lösungen rund um die Werkzeug-, Daten- und Programmverwaltung für eine schnelle und übergreifende Verfügbarkeit von Fertigungsinformationen. Schnelle NC-Programmbereitstellung über Netzwerk, die zentrale NC-Programmverwaltung und Ablage sind ebenso Kernfunktionen dieses Moduls wie eine Werkzeug-Istdaten-Übersicht. Hinzu kommen ein transparenter Werkzeugkreislauf für die gesamte Fertigung und der Anschluss von Werkzeugidentifikationssystemen.
Die einheitliche Kommunikationsschnittstelle rund um die Sinumerik-Steuerung wird mit „Access-it!" bereitgestellt. Das Modul erlaubt Fernzugriffe zur Diagnose der Maschine. Dies reduziert die Wiederinstandsetzungs-Zeiten, erhöht die Maschinenverfügbarkeit durch schnellen Online-Zugriff und bewirkt Einsparungen bei den Wartungskosten. Zudem können automatische Backups an die übergelagerte Datensicherungssoftware über Nacht initiiert oder dezentral entstandene Daten wie etwa lokale NC-Programme automatisch eingesammelt werden. Der Nutzen besteht in geringeren Stillstandszeiten und einer Verhinderung von Datenverlust bei Komponentenausfall.
Mit dem Modul „Analyze-it!" schließlich stehen leistungsfähige Funktionen zur zustandsbasierten Instandhaltung sowie für kennzahlenbasierte Analyse-Funktionen zur Verfügung. Durch die kontinuierliche Auswertung von Daten im Fertigungsprozess können Maschinenlaufzeiten erhöht werden. Mit einer zustandsorientierten Instandhaltung werden Ausfall- und Stillstandszeiten verringert. Außerdem erlaubt dieses Modul eine Auswertung von Kennzahlen über den Verschleiß mechatronischer Komponenten.
Nützlich für Hersteller wie Betreiber
Der Werkzeugmaschinenhersteller (OEM) profitiert mit Sinumerik Integrate von unterschiedlichen Möglichkeiten zur maschinenspezifischen Optimierung der Sinumerik-Steuerungen hinsichtlich Technologie, Programmierung und Bedienung. Seine Maschinen lassen sich schnell, einfach und effizient auch in umfassende Produktions- und Kommunikationsprozesse der Kunden einbinden. Aber auch Betreiber von Werkzeugmaschinen können mit Sinumerik Integrate die Integration der Maschinen in eine komplexe, vorhandene Unternehmens-IT selbst vornehmen. Sie profitieren von einer höheren Produktivität und Verfügbarkeit ihres Maschinenparks bei insgesamt niedrigeren Produktionskosten.
Die Zusammenführung aller IT-relevanten Funktionen der CNC-Steuerung einer WZM in einer Prozess-Suite erleichtert die technische und organisatorische Umsetzung strategischer Konzepte eines innovativen PLM-Prozesses. Die Werkzeugmaschinen sind effektiver in Betrieb zu nehmen und sind über den gesamten Lebenszyklus hinweg innerhalb der kompletten PLM-Prozesskette produktiver, einfacher anzupassen und effizienter zu optimieren.
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